Costa Rica mit Kindern
„Reiche Küste", so nannte Kolumbus dieses faszinierende und abwechslungsreiche Land, das heute ein ideales Reiseziel für ein sorgenfreies, tropisches Abenteuer ist. Costa Rica ist nicht einmal so groß wie die Schweiz, wird aber Jung und Alt mit seinen vielfältigen Naturschönheiten überraschen. Sie finden dort aktive Vulkane, mysteriöse Nebelwälder, ursprünglichen Regenwald und tropische Strände. Unzählige Tiere wie lustige Nasenbären, akrobatische Affen und prächtig bunte Vögel lassen sich von aufmerksamen Beobachtern entdecken.
Costa Rica wird von einer Kette zum Teil noch aktiver Vulkane durchzogen. Zu beiden Seiten dieses Berglandes dehnen sich die Regenwälder der Tiefebenen aus, in denen zahllose Tier- und Pflanzenarten heimisch sind. Seit Jahren schon bemüht man sich in Costa Rica um den Naturschutz und so wurde fast ein Viertel der Landesfläche zu Nationalparks und biologischen Schutzzonen erklärt. Aber nicht nur die Nationalparks sind einen Aufenthalt wert, auch die Küsten und endlosen Strände von Pazifik und Karibik lohnen einen Besuch. Entdecken Sie mit Schnorchel und Taucherbrille die faszinierende Unterwasserwelt oder sehen Sie Ihren Kindern beim Bau von Sandburgen am Strand zu.
Sie können zwischen zwei verschiedenen Reisen nach Costa Rica wählen. Die 15-tägige Reise bietet eine gelungene Mischung aus Erholung an den Stränden der Pazifikküste und abenteuerlichen Erlebnissen in ganz unterschiedlichen Nationalparks. So erwarten Sie eine Küstenlandschaft mit tropischem Regenwald im Manuel Antonio Nationalpark, mystische Nebelwälder im Naturreservat Monteverde und brodelnde Schlammlöcher und Geysire rund um den aktiven Vulkan Rincón de la Vieja.
Die 20-tägige Reise ist ideal für einen längeren Urlaub in den Sommerferien. Hier schließt das Programm noch zwei zusätzliche Stationen mit ein, zum einen den Traumstrand von Dominical, zum anderen einen Besuch beim aktiven Vulkan Arenal.
Programm
Zunächst wollen wir Ihnen den Verlauf der 15-tägigen Reise genauer beschreiben, im Anschluss daran folgt eine Beschreibung der zusätzlichen Stationen der 20-tägigen Reise.
Wir beginnen unsere Rundreise in San José, der modernen Hauptstadt Costa Ricas. Hier können Sie im Barrio Amón die Villen der Zuckerbarone bewundern, das prächtigste Gebäude ist aber das Teatro Nacional, das Ende des 19. Jahrhunderts erbaut wurde. Für Kinder ist ein Besuch im ‚Museo de los Niños‘ besonders interessant – in diesem alten Gefängnis gibt es viel Spannendes rund um Natur, Kunst und Wissenschaft zu sehen und zu erleben.
Nach dieser Einstimmung steigen wir zum ersten Mal in den Bus und durchqueren die fruchtbare Landschaft rund um San José auf dem Weg an die Küste des Pazifischen Ozeans. Das Örtchen Quepos ist unsere Ausgangsbasis für einen Besuch des Nationalparks Manuel Antonio, des kleinsten und doch beliebtesten Nationalparks Costa Ricas. Unmittelbar am Strand beginnt dort der dichte Regenwald. Bei Spaziergängen auf ausgeschilderten Wegen können Sie Kapuziner- und Totenkopfäffchen beobachten und auch verschiedene Arten von Leguanen geben sich ein Stelldichein. Hier haben Sie zwei Tage Zeit, den Park und die Umgebung zu erkunden.
Wir verlassen Quepos und erreichen nach einigen Stunden Fahrt auf teilweise unbefestigten Straßen Monteverde. Das Naturreservat hat den Beinamen ‚Bosque Eterno de los Niños‘, der ewige Wald der Kinder, da Kinder aus dreißig verschiedenen Ländern Geld für den Schutz dieses Nebelwaldes gesammelt haben. Zwischen den Wipfeln der Baumriesen wabern Nebelschwaden und durch die hohe Luftfeuchtigkeit wächst eine dicke Moosschicht auf den Ästen und Zweigen. Tropische Vögel suchen zwischen den farbenfrohen Orchideen und Bromelien nach Futter und Vogelfreunde können Hunderte Arten entdecken, darunter natürlich auch die bunt schillernden Kolibris. In Monteverde gibt es die Möglichkeit, an einer Canopy-Tour teilzunehmen. Nicht nur Kinder haben Spaß daran, an einem Stahlseil gesichert wie Tarzan durch die Wipfel des Urwalds zu sausen!
Wer sich lieber etwas mehr Zeit lässt, der kann sich auf einen ‚Skywalk‘ begeben. Auf Brücken spazieren Sie mitten durch die Baumkronen und können den Regenwald hautnah erleben.
Über die Panamericana geht es weiter nach Liberia. Von hier aus ist es nicht weit in den Nationalpark Rincón de la Vieja, benannt nach dem dortigen aktiven Vulkan. Kleine Krater, Geysire und blubbernde Schlammlöcher mit dem typischen Schwefelgeruch sind während abwechslungsreicher Wanderungen auf den gesicherten Wegen immer wieder zu entdecken. Kleine und große ‚Vulkanforscher‘ werden begeistert sein! Anstatt zu wandern, können Sie aber auch zu Pferd nach den verborgenen Wasserfällen suchen oder im Schmetterlingsgarten viel über die kunterbunten Falter erfahren.
Nach diesen aufregenden Erlebnissen verbringen wir die letzten Tage unserer Reise in Playa Sámara. Hier erwartet Sie ein schöner, flach abfallender Strand an einer geschwungenen Bucht, die durch ein vorgelagertes Korallenriff geschützt ist. Wer schnorchelt, sieht im klaren Wasser viele farbenprächtige tropische Fische. Oder Sie machen eine Bootstour, bei der Sie vielleicht von Delfinen begleitet werden. Aber Faulenzen ist natürlich ebenso möglich! Ausgeruht und mit unvergesslichen Erlebnissen im Gepäck fahren wir wieder nach San José und fliegen zurück nach Deutschland.
Bei der 20-tägigen Reise verlassen wir San José in Richtung Dominical. Der Badeort am Pazifik ist ein idealer Platz, um sich auf den Urlaub einzustimmen. Entweder Sie entspannen am Strand oder machen erste Erkundungen in einem nahe gelegenen Schutzgebiet, das zahllose Tiere beheimatet.
Von Dominical reisen wir über Quepos weiter nach La Fortuna de San Carlos. Auf dem Weg dorthin fahren wir über die sogenannte Krokodilbrücke, unter der unzählige Krokodile im Wasser liegen. Passen Sie also auf, dass sich beim Fotografieren niemand zu weit über das Geländer lehnt!
Fortuna befindet sich am Fuße eines der aktivsten Vulkane in Lateinamerika. Der Volcán Arenal hat einen Kegel wie aus dem Bilderbuch und vielleicht können Sie während des Aufenthalts aus sicherer Entfernung kleinere Ausbrüche erleben. Dann werden Asche und Geröll unter lautem Grollen in die Luft geschleudert und glühende Lava wälzt sich knisternd die Hänge hinab.
Ein guter Grund, die Wanderschuhe anzuziehen, ist der Besuch eines Wasserfalls in der Umgebung von Fortuna. Wer es lieber etwas ruhiger angehen möchte, besucht die heißen Quellen. Von hier aus ist der Anblick des Vulkans vor allem bei Dunkelheit absolut gänsehautverdächtig.
Von Fortuna aus reisen wir nach Monteverde und folgen weiter dem Verlauf der 15-tägigen Reise.